Die Auslöschung der jüdischen Gemeinde von Kreta

geschrieben von Rainer Thiemann

11. März 2014

 

Wo bleibt die Entschädigung der griechischen NS-Opfer?

SS und Wehrmacht des NS-Regimes beging während des 2. Weltkriegs in Griechenland fürchterliche Verbrechen. Massakern in Distomo, Kalavryta, Kommeno, Lyngiades und anderen Orten fielen mindestens 30.000 Menschen zum Opfer, die griechischen Jüdinnen und Juden wurden in die Vernichtungslager deportiert und größtenteils ermordet.

1942 erpresste die Reichsbank von der Bank von Griechenland einen Zwangskredit, der nie zurückgezahlt wurde und heute auf ein Volumen von bis zu 160 Milliarden € beziffert wird.

Bis heute hielt es die deutsche Bundesregierung nicht für nötig, die Opfer, ihre Angehörigen und den griechischen Staat zu entschädigen.

Auch Bundespräsident Joachim Gauck stellte sich bei seinem Staatsbesuch in Griechenland den Entschädigungsforderungen gegenüber taub. Stattdessen entschuldigte er sich salbungsvoll für deutsche Kriegsverbrechen.

Der folgende dreiteilige Beitrag beschäftigt sich mit deutschen NS-Verbrechen in Griechenland. Im ersten Teil geht es um die Auslöschung der jüdischen Gemeinde Kretas. Die Auslöschung der jüdischen Gemeinde von Kreta weiterlesen »

DGB: „Kein Platz für Rechtsextremismus und Antisemitismus in unserer Gesellschaft“

geschrieben von Dr. Guido Hoyer

4. November 2013

Seit 1952 erinnert die DGB-Jugend Bayern  mit einer Gedenkfeier im ehem. Konzentrationslager Dachau an die Verbrechen der Nationalsozialisten und gedenkt der Opfer der Novemberpogrome 1938.  Auf  der diesjährigen Gedenkveranstaltung sprachen die stellv. DGB-Bundesvorsitzende Elke Hannack und die bayerische  Bezirksjugendsekretärin Astrid Backmann.GedenkfeierDGB-Jugend_0001 DGB: „Kein Platz für Rechtsextremismus und Antisemitismus in unserer Gesellschaft“ weiterlesen »

Hugo und Hermann Höllenreiner feiern 80. Geburtstag – Ehrung durch VVN-BdA Bayern

geschrieben von Dr. Guido Hoyer

18. Oktober 2013

Die VVN-BdA Bayern ehrte im Rahmen ihrer Landesmitgliederversammlung in Dachau Hugo und Hermann Höllenreiner, die in diesen Tagen ihren 80. Geburtstag feiern können.

v.l.n.r.: Hugo Höllenreiner, Ernst, Grube, Hermann Höllenreiner

Die beiden Zeitzeugen, die den Völkermord an den Sinti und Roma überlebt haben und heute in Ingolstadt bzw. in der Nähe von Mühldorf am Inn leben, sind Mitglieder der VVN-BdA. Hugo und Hermann Höllenreiner feiern 80. Geburtstag – Ehrung durch VVN-BdA Bayern weiterlesen »

VVN-BdA Bayern für Reform des Staatsbürgerschaftsrechts

11. Oktober 2013

Die beiden Landessprecherinnen der VVN-BdA Bayern, Renate Hennecke und Mastaneh Ratzinger, haben den Aufruf der Türkischen Gemeinde in Deutschland für die Reform des Staatsbürgerrechts unterzeichnet. VVN-BdA Bayern für Reform des Staatsbürgerschaftsrechts weiterlesen »

Rundbrief der VVN-BdA Nürnberg

24. September 2013

Die VVN-BdA, Kreisvereinigung Nürnberg, informiert regelmässig mit einem Rundbrief über aktuelle Themen. Der Rundbrief September 2013 ist jetzt erschienen. Rundbrief der VVN-BdA Nürnberg weiterlesen »

VVN-BdA Bayern unterstützt Aufruf „Rassistischen Kampagnen gegen Flüchtlingen entgegentreten“

17. September 2013

Die VVN-BdA Bayern unterstützt den Aufruf  „Rassistischen Kampagnen gegen Flüchtlingen entgegentreten“.  Dieser Aufruf wurde von derAmadeu Antonio Stiftung, der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. , der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus, der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche e.V. und Pro Asyl verfasst. VVN-BdA Bayern unterstützt Aufruf „Rassistischen Kampagnen gegen Flüchtlingen entgegentreten“ weiterlesen »

Non-Citizens: Erklärung beim Verlassen des Gewerkschaftshauses

17. September 2013

Die „Non-Citizens“ der Kampagne „Struggle for freedom“ die sich bis 15. September im Münchner Gewerkschaftshaus aufhielten und das Haus nun verlassen haben wenden sich mit einer Erklärung an die Öffentlichkeit. Darin wird der Gewerkschaft ver.di ausdrücklich gedankt. Non-Citizens: Erklärung beim Verlassen des Gewerkschaftshauses weiterlesen »

Das Recht auf Freizügigkeit steht JEDEM zu

geschrieben von Renate Hennecke, Landessprecherin

2. September 2013

„Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.“ Wenn es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte „Jeder“ heißt, ist auch „Jeder“ gemeint. In Deutschland gilt das Recht auf Freizügigkeit nicht für Jeden: Asylsuchende sind davon ausgenommen. Das Recht auf Freizügigkeit steht JEDEM zu weiterlesen »

VVN-BdA Bamberg zum bayerischen NSU-Untersuchungsausschuss

19. August 2013

Der Rundbrief der VVN-BdA kommentiert die Ergebbisse des NSU-Untersuchungsausschuss im Bayerischen Landtag:

Der Abschlussbericht des bayerischen NSU-Untersuchungsausschusses zum Desaster derBehörden um den NSU wurde Mitte Juli vorgelegt. Die Erkenntnisse sind für uns nichts Neues:

Mit Hilfe des Verfassungsschutzes und anderer bayerischer Behörden wurden rechte Strukturen verschwiegen, gedeckt, gefördert und sogar deren Aufbau finanziert. Das V-Leute-System(Nazis als bezahlte Informanten des Verfassungsschutzes) hat komplett versagt, obwohl V-Leute zum engsten Unterstützerkreis des NSU-„Trios“ gehörten. Die rassistisch geprägten Ermittlungen seit 1998 zeigen: Neonazis werden von allen Behörden bewusst unterschätzt.

VVN-BdA Bamberg zum bayerischen NSU-Untersuchungsausschuss weiterlesen »

Solidarität mit Flüchtlingen und Asylsuchenden! Protestmärsche der „Non-Citizens“ unterstützen!

16. August 2013

Das bayerische Kabinett habe eine „Reform“ beschlossen, „die die Lebensbedingungen der Asylbewerber in Bayern verbessern soll“, meldete die Süddeutsche Zeitung am 1. August. Wer die Pressemitteilung der Staatsregierung aufmerksam liest, stellt fest, dass die grandiose „Reform“ in nicht viel mehr als der Streichung eines Halbsatzes aus der bayerischen Asyldurchführungsverordnung besteht. Gestrichen wird, dass die Verteilung der Flüchtlinge auf die bayerischen Lager „die Bereitschaft zur Rückkehr in das Heimatland fördern (soll)“.

Der Halbsatz ist Ausdruck der zynischen bayerischen Asylpolitik, seine Streichung zeigt, dass die Staatsregierung mit dieser Politik unter Druck gerät. Doch die Streichung ändert noch nichts an den Verhältnissen. Der Bayerische Flüchtlingsrat bezeichnet die „Reform“ als „Farce“ und vermittelt ein realistisches Bild davon, wie abschreckend die Lebensbedingungen für Flüchtlinge in Bayern gestaltet sind: „.so verheerend, dass es immer wieder zu Suiziden und Suizidversuchen, aber auch zu Protestaktionen wie Hungerstreiks kommt.“ (www.fluechtlingsrat-bayern.de, Pressemitteilung vom 30.07. 2013 )

Wenn diese Situation in den letzten Jahren immer wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit geriet und die Staatsregierung sich zu ersten Zugeständnissen gezwungen sieht, dann ist das das Verdienst zahlreicher Flüchtlingsinitiativen und ihrer Unterstützer/innen, darunter die „Zeltaktion der Flüchtlinge“ (RefugeeTentAction“) als eine der aktivsten Gruppen. Weil sie sich in ihren Heimatländern für Demokratie und Menschenrechte eingesetzt hatten, mussten die Beteiligten von dort fliehen. Damit, dass sie jetzt jahrelang als Menschen minderen Rechts in Lagern vegetieren sollen, verurteilt zum passiven Warten auf ein oberflächliches Anerkennungsverfahren, in dem häufig eher nach Ablehnungsgründen gesucht als die Fluchtgründe gewürdigt werden, können und wollen sie sich nicht abfinden.

Die Flüchtlinge der Zeltaktion, die sich selbst „Non-Citizens“ (Nicht-Bürger/innen) nennen, haben beschlossen, nicht auf Andere zu warten, sondern ihre Sache selbst in die Hand zu nehmen. Seit April 2012 protestieren sie durch Zeltaktionen auf öffentlichen Plätzen, durch Protestmärsche und Hungerstreiks wie zuletzt Ende Juni auf dem Rindermarkt in München.

Ein wichtiger Teil der Aktionen war der dreitägige „Non-Citizen-Kongress“, der im März 2013 im Münchner DGB-Haus stattfand: „Eines der Ergebnisse des Kongresses war die Erkenntnis, dass es ohne legalen Aufenthaltsstatus nicht möglich ist, die Situation von uns Asylsuchenden zu verändern. Ein legaler Aufenthaltsstatus beinhaltet das Bleiberecht, Bewegungsfreiheit, das Recht auf Arbeit und Bildung, das Recht den Aufenthaltsort zu wählen, das Recht sich das Essen selbst zu wählen, was mensch isst – alles in allem, das Recht, unser eigenes Schicksal zu bestimmen.“ (www.refugeetentaction.net, 6.8.13).

Am 20. August beginnen die Non-Citizens in Bayern eine neue Etappe ihres Kampfes.

In zwei Protestzügen wollen sie von Würzburg über Nürnberg und Augsburg bzw. von Bayreuth über Regensburg, Landshut und Freising nach München ziehen, wo sie in den ersten Septembertagen eintreffen werden. Sie wollen ihrer Empörung über die menschenunwürdigen Bedingungen in einem Land Ausdruck geben, das sich als Vorbild an Demokratie ausgibt. Und sie wollen auf ihrem Weg Kontakt zu Asylsuchenden in weiteren Lagern aufnehmen und sie auffordern, sich anzuschließen und ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen.

Was mit Asylsuchenden in unserem Land geschieht, ob ihnen Schutz und Hilfe gewährt wird oder sie als Menschen ohne Rechte in Lagern vegetieren müssen,

das ist eine Frage unserer Demokratie.

Als Organisation ehemaliger Verfolgter des Naziregimes ist für uns das Schicksal von Flüchtlingen von besonderer Bedeutung.

Millionen mussten ab 1933 aus Deutschland und ab 1938 aus den von Deutschland besetzten Ländern fliehen, weil sie von den Nazis bedroht waren. Manche von ihnen wurden in Gastländern großzügig aufgenommen, viele aber mussten unter erbärmlichen Bedingungen leben. Deshalb war nach der Befreiung vom Faschismus für alle selbstverständlich, dass von nun an in Länderverfassungen und Grundgesetz ein großzügiges Asylrecht festgeschrieben werden sollte, um bedrohten Menschen bestmögliche Hilfe zukommen zu lassen. Heute, und insbesondere nach der massiven Einschränkung des Asylrechts im Grundgesetz vor 20 Jahren, ist unser Land weit entfernt von den demokratischen Zielsetzungen der Nachkriegszeit bezüglich der Hilfe für Flüchtlinge.

Wir unterstützen deshalb nachdrücklich den Kampf der Non-Citizens und fordern:

Weg mit Lagerzwang und Essenspaketen

Weg mit der Einschränkung der Freizügigkeit („Residenzpflicht“)

Weg mit dem Asylbewerberleistungsgesetz – Eingliederung in das Sozialhilferecht

Recht auf Arbeit, Bildung und Deutschkurse

Schluss mit Abschiebungen und Trennung von Familien

Politisch Verfolgte genießen Asylrecht. Punkt!

Seht auf der Internetseite der Non-Citizens (www.refugeetentaction.net) nach, was die Protestierenden brauchen und unterstützt sie nach Kräften!

 Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten – Landesverband Bayern

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